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PRÄSENTIERT:




VARIOUS ARTISTS: THE MIGHTY STRIKER SHOOTS AT HITS

VÖ: 18. 4. 2008
Label: Moll-Selekta/Vertrieb: Alive

„The Mighty Striker Shoots At Hits“ ist die vierzehnte Album-VÖ von Moll-Selekta. Anknüpfend an die erfolgreiche Compilation „The Bunny Lee Rocksteady Years“ (VÖ 2005) beschäftigt sie sich erneut mit dem Schaffen dieses bedeutenden Produzenten. Diesmal wird Bunny Lee's bekannteste Phase beleuchtet - die Zeit nach Rock Steady und gleichzeitig die Hochzeit des Roots Reggae von 1973 - 79. Auch der Titel des Samplers kommt nicht von ungefähr, denn Lee hat eine besondere Vorliebe für Western-Filme, die in seinem Wohn- zimmer auf einer Zweimeter-Leinwand rund um die Uhr laufen.
Bunny Striker Lee wurde von 1962 von Derrick Morgan in das Musikgeschäft eingeführt, arbeitete später als „record plugger“ für Duke Reid (Treasure Isle), bevor er ab 1967 selbst als Produzent tätig wurde. Neben der Rocksteady- hat Bunny Lee auch die anschließende Roots-Reggae-Phase maßgeblich mitbestimmt. Bis in die zweite Hälfte der 70er Jahre erlebte er einen ungeahnten Höhenflug, feierte zu Beginn des Jahrzehnts große Erfolge mit Slim Smith und Cornel Campbell, entdeckte dann Johnny Clarke und erweiterte mit den Aggrovators um Sly & Robbie und deren flying cymbal sound den Roots Reggae Horizont. Er war einer der ersten, der das Potential eines King Tubby und dessen Sounderneuerungen (Dub) erkannte und bei ihm seine Versions mixen ließ. Heute betreibt er neben der Verwaltung, Aufarbeitung und Verbreitung seines enormen Fundus an Songs der jamaikanischen Musikgeschichte auf dem Gelände seines Hauses eine Reparaturwerkstatt für Lastwagen.
“The Mighty Striker Shoots At Hits“ vereinigt einige der essentiellsten sowie rare Songs aus der Roots-Ära in einer besseren Soundqualität als je zuvor. Große Namen jener Zeit wie Horace Andy, Johnny Clarke und Delroy Wilson prägen die Zusammenstellung, die Song- auswahl unterscheidet sich deutlich von den übrigen Bunny Lee-Kompilationen auf dem Markt. Hier wurden explizit stilprägende und extrem seltene Aufnahmen aus Bunny Lee's Archiv hervorgekramt, die auch und gerade in der Original-Maxisingle-Länge (siehe Horace Andy - I Don't Want To Be Left Outside) jeden Fan erfreuen werden. Eine wunderschöne Ballade von Honey Boy als Hommage an Jamaika steht gleichberechtigt neben den härteren Roots-Steppers von Barry Brown, die Coverversionen von Hortense Ellis und Johnny Clarke ergänzen sich mit den Eigenkompositionen eines Jackie Edwards, einem der größten Balladeers, der jemals aus Jamaika kam. Lovers Rock in Form von Alton Ellis' großem Studio One-Hit "I'm Still In Love" - hier gesungen von seiner Schwester Hortense, - ergänzt sich vortrefflich mit Johnny Clarke's Coverversion von Hopeton Lewis' "Rocka Shocka", die wir um den seltenen DJ-Cut von Ras Murray ergänzt haben, um die ganze Spannbreite von Bunny Lee's Schaffen, sowie die einzelnen Stilrichtungen innerhalb des Roots Reggae von Singer-Songwriter-tunes bis zum Dub darzulegen.

PRÄSENTIERT:




MICHAEL HOLLAND: SIMPLE TRUTHS AND PLEASURES

VÖ: 25. 1. 2008/Label Moll Tonträger/Vertrieb Indigo

Michael Holland, geb. 5. 3. 1969, wuchs in einer kleinen Stadt in North Carolina ungefähr 30 Meilen von Charlotte im tiefen Süden der USA auf – “nur ein Flachländler aus Monroe der nach Westen zu den Hügeln sieht” heißt es in seiner sehr persönlichen Biografie in www.myspace/michaelholland music.com (siehe auch www.reverbnation.com/michaelholland und www.folkbomb.com ). Er stammt aus einer Familie mit starken musikalischen Wurzeln was eine Weile zu ziemlichen Problemen in der Familie führte: Seine Großmutter, Tochter eines Baptisten-Pfarrers, hielt eingeheiratete Mitglieder für Heiden, weil sie Musiker waren"
Michaels eigene musikalische Karriere startete um 1990 als er, nach einem fast fatalen Autounfall, mit seinem Zwillingsbruder die Rock Band Jennyanykind gründete, die zwischen 1992 – 2003 einige von der Kritik hochgelobte Alben auf Elektra/Time Warner, Yep Rock und anderen Labels veröffentlichte. Ausgebrannt von vielen Touren durch 48 Staaten, Label-Wechseln von Indies zu Majors und wieder zurück und in einem Zustand kompletter Leere und Traurigkeit, “God finally smiled on him again” - er verliebte sich und gründete eine Familie. Zudem bekam er von seiner neuen Freundin die Harry Smith Anthology geschenkt woraufhin sich seine Haltung zur Musik komplett änderte - die ständig bohrenden Sorgen darüber schwanden. Mehr als auf seinem ersten Solo-Album “Bootlegers Dream” (2003 Big Johns) zeigt sich dies auf seiner zweiten Platte “Tomorows American Treasures” (2005 Sit’n Spin), einem sehr enstpanntem Songwriter-Folk-Album, das weitgehend auf gute-Laune-verbreitenden Rags basiert (Spex:: „angesichts dieser traumwandlerisch schönen Platte, die Tradition als Vermächtnis und Herausforderung zugleich versteht.“). Die Platte wurde viele Monate in den Top 10 der National Bluegrass Airplay Charts geführt.

Sein neues Meisterwerk “Simple Truths And Pleasures” wurde wieder mit Mitgliedern der Big Fat Gap Band aus NC eingespielt, die Mehrzahl der Stücke wurde Live im Studio aufgenommen. Die meisten Musiker haben normale Jobs (Michael Holland ist sound engineer an der Universität NC), „mögen sich und haben einfach Spaß am Picken“, die Spielfreude auf der neuen Platte ist offensichtlich. Traditioneller als der Vorgänger, reflektieren die sehr melodiösen Songs Einflüsse regionaler Künstler wie Earl Scruggs, Blind Boy Fuller, Missippi John Hurt, der Carter Family, Doc Watson und insbesondere Hank Williams. Die Musik ist eine perfekte Mixtur der zeitlosen Formen des amerikanischen Südens: Akustischer Country, Folk, Bluegrass, Honky Tonk, Old Time String Band, Blues und Gospel. Songs mit denen man alt werden kann, geführt von Michael Hollands warmer und eindringlicher Stimme, die einen frischen Songwriter-Appeal in die klassischen American Roots-Genres hineinbringt.
Viele der Song-Themen sind eher persönlich und impressionistisch, andere kreisen um die Natur und insbesondere um Figuren aus der Geschichte von North Carolina. Das wohl auffälligste Beispiel hierfür ist “Ballad of Eric Rudolph”, in welchem es um das Schicksal des infamen Serien-Bombers (Olympische Spiele 1996 in Atlanta) geht. “Bill Payne and Wash Turner” erzählt die Geschichte eines Duos aus North Carolinas Westen während der Depressions-Ära, das aus dem Gefängnis ausbrach, eine Bank ausraubte, was schließlich, nach einer wilden Schießerei, zum Tod des Polizisten George Penn führte. „Why’s I guess we’s just some wild country boys“ war die Antwort von Payne, als ihn der Richter bei der Verurteilung zur Gaskammer zum Motiv fragte. „Lesley Riddle“ zollt dem unbekannt gebliebenen „vierten“ Mitglied der originalen Carter Family, einem Afro-Amerikaner aus Burnsville, seinen lang fälligen Tribut.

Please enjoy these rhythms of everyday life and “Keep The Music Simple” (Dr. John).

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